Was sind ATEX-Funkgeräte?
ATEX-Funkgeräte wurden entwickelt, um Mitarbeiter in potenziell gefährlichen Umgebungen in der Öl-, Gas-, Bergbau- und Chemieindustrie zu schützen, in denen Explosionen auftreten können. Die ATEX-Zertifizierung ist eine EU-Norm (Appareils
destinés à être utilisés en ATmosphères EXplosibles), die sicherstellen soll, dass elektrische Geräte, einschließlich Funkgeräte und Zubehör, keine Zündquelle wie beispielsweise einen Funken darstellen, der eine Explosion auslösen könnte. Diese
Funkgeräte werden als eigensichere Funkgeräte bezeichnet, da sie strenge Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften erfüllen, um Arbeitnehmer, die Anlagen, die umliegende Bevölkerung und die allgemeine Umwelt zu schützen.
ATEX-Funkgeräte verfügen über besondere Eigenschaften, die sie von herkömmlichen wasserdichten und robusten Funkgeräten unterscheiden. Sie geben unter normalen Bedingungen nicht genügend elektrische oder thermische Energie ab, um gefährliche Stoffe wie Kraftstoff, Fasern, Staub und Gas zu entzünden.
Jedes Bauteil des Funkgeräts, einschließlich Batterien, Leiterplatten, Gehäuse und Antennen, ist so sicher wie möglich
konstruiert und verfügt über abgeschirmte Anschlüsse und antistatische Gehäuse.
ATEX-Konformität
Damit ein Funkgerät die ATEX-Normen erfüllt, muss es folgende Anforderungen erfüllen:
Die Geräte müssen extremen Temperaturen von +45 °C bis -20 °C standhalten können.
Außerdem müssen die Geräte beständig gegen Sand, Staub (einschließlich Metallstaub), Öl/Kraftstoff, Chemikalien und Wasser sein.
Die Geräte müssen gründlich auf ihre Beständigkeit gegen Thermoschock (die Fähigkeit, plötzlichen
Temperaturschwankungen standzuhalten) und Temperaturwechselbeanspruchung (die Auswirkungen von abwechselnder Hitze und Kälte) getestet werden, um ihre Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
Die Geräte müssen zudem robust genug sein, um Stößen und Stürzen standzuhalten. Daher sind hohe Schutzklassen nach IP und MIL-STD (Militärstandard) erforderlich.